2.11.78.3, 2018-12-12 17:00:41

Sie lesen: Electric Wonderland.

e-Golf Stromverbrauch in kWh/100 km: 14,1 – 13,2 (kombiniert); CO₂-Emissionen in g/km: 0 (kombiniert); Effizienzklasse: A+

Electric Wonderland.

Text Nadine Kaminski          Fotos Maik Floeder

Norwegen hat Fjorde, Berge, Wetterbedingungen für Abenteurer ... und ist weltweit führend in Sachen Elektromobilität. Jeder zweite Neuwagen fährt elektrisch oder hybrid. Warum funktioniert es gerade dort, im Land der weiten Wege? Ein Besuch.

Der Elektromobilität gehört die Zukunft, keine Frage. Doch im Pionierland Norwegen prägt sie, wie aktuelle Zahlen zeigen, bereits heute den Alltag: Über 50 Prozent der Neuzulassungen im Jahr 2017 waren Elektro- oder Hybridfahrzeuge. Schaut man sich in den Straßen der Hauptstadt Oslo um, bekommt man einen Eindruck davon, wie immer mehr Städte weltweit in wenigen Jahren aussehen könnten. An jeder Ecke gibt es eine Ladestation, und im lebhaften Verkehr zieht beinahe minütlich ein anderes e-Fahrzeug an einem vorbei. Ein Modell lieben die Norweger allerdings besonders: den e-Golf. Er war hier das meistverkaufte Automobil des Jahres 2017. Die Gründe für den e-Boom im hohen Norden sind vielfältig, haben aber alle mit einem ambitionierten Langstreckenziel zu tun: 2025 sollen in Norwegen nur noch emissionsfreie Elektrofahrzeuge verkauft werden dürfen. Bis 2030 will die Regierung Norwegens Gesamtemissionen um 40 Prozent senken. Um das zu erreichen, schafft das Land schon jetzt paradiesische Zustände für e-Fahrzeug-Liebhaber. Bereits beim Kauf kommt Freude auf, denn die Mehrwertsteuer entfällt komplett (ebenso wie Import- und spätere Kfz-Steuern). Zudem ist die Nutzung von Mautstraßen und Fähren für e-Fahrzeuge kostenlos. Im Osloer Berufsverkehr winken derweil Vorteile, von denen jeder träumt, der regelmäßig in Großstädten unterwegs ist: Elektrofahrzeuge dürfen auf Busspuren am Rushhour-Stau vorbeifahren (wenn sie mit mindestens zwei Personen besetzt sind), in vielen Bereichen kostenlos parken und dabei zum Teil sogar gratis ihre Akkus aufladen. So gestalten sich die täglichen Fahrten gleich um ein Vielfaches stressfreier – kein Wunder, dass so viele Norweger auf diesen Luxus nicht mehr verzichten wollen.

 

Auf die große Nachfrage wird schnell reagiert.

Gut fünf Millionen Einwohner verteilen sich auf das weitläufige Königreich. Natürlich ist nicht jedem von ihnen damit geholfen, dass es in der Hauptstadt Oslo vor Lademöglichkeiten nur so wimmelt. Doch der Staat reagiert, so schnell er kann. Bald soll auf Fernstrecken in ganz Norwegen alle 50 Kilometer eine Schnellladestation zu finden sein, eine verlässliche e-Infrastruktur steht somit flächendeckend zur Verfügung. Der Beweis dafür, dass es nicht auf die Ausdehnung oder die Unwegbarkeiten eines Areals ankommt: Wenn die Struktur zügig neu entstehenden Bedürnissen folgt, kann e-Mobilität überall funktionieren.

 

Im internationalen Vergleich ist der e-Enthusiasmus Norwegens einzigartig – er macht das Land zu einem inspirierenden Ort voller zufriedener Kunden, die jetzt schon erleben, was anderswo noch im Entstehen ist. Und es ist durchaus Vorfreude erlaubt. Denn laut Umfragen sehen 96 Prozent der gegenwärtigen Kunden in Norwegen keinen einzigen Grund, ihr e-Fahrzeug wieder aufzugeben. Als Norwegens Top-Automobil hat sich der e-Golf mit bis zu 300 Kilometern Reichweite (dank der neuen 35,8 kWh-Antriebsbatterie) etabliert. Wir haben einige e-Golf Besitzer im Land der weiten Wege besucht und sie gefragt: Wie lebt es sich denn nun wirklich in der elektrischen Gegenwart?

Jan Inge genießt die Stille.

Wie so viele andere Norweger ist Filmkomponist Jan Inge inzwischen glühender e-Mobilitätsfan. Doch auch unter seinen Landsleuten gab es anfangs viele skeptische Stimmen, erzählt er uns: „Als wir unseren e-Golf kauften, war gerade ein neues Wort im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen: Rekkeviddeangst.“ Reichweitenangst. „Ich habe dieses Gefühl allerdings noch nie verspürt“, so Jan Inge weiter. „Ist die Batterie voll aufgeladen, kommen wir damit zweimal in die Stadt und zurück.“ Das bedeutet in Jan Inges Fall übrigens nicht die Distanz zwischen Oslos Zentrum und einem nahen Wohnviertel, sondern zwischen seinem Büro in der Innenstadt und einer einsam gelegenen Hütte in den bewaldeten Bergen. „Ich bin den ganzen Tag über von Geräuschen umgeben“, erklärt der Musiker. Umso mehr genieße er die Stille der verschneiten Landschaft – in seinem fast geräuschlos dahingleitenden e-Golf. Apropos Schnee: Wie nutzerfreundlich ist Elektromobilität in einem Land wie Norwegen mit seinem zeitweise recht unwirtlichen Klima? Jan Inge ist mehr als zufrieden. „An besonders kalten Tagen gebe ich dem Auto per App einen Befehl – und es ist bereits beheizt, wenn ich einsteige.“

Was Jan Inge an seinem e-Golf ganz besonders mag: Viele Funktionen lassen sich einfach per App steuern.

Diese sogenannte Reichweitenangst habe ich noch nie verspürt.“

Thomas liebt die Fahrdynamik.

Projektmanager Thomas ist Familienvater, sehr naturverbunden – und Adrenalinjunkie. „Mich findet man meist irgendwo draußen, beim Snowboarden, Skaten, Surfen …“ Ihm geht es beim Thema Elektromobilität vor allem um die Kombination aus Umweltschutz und absolutem Fahrspaß. Jetzt, wo er an die Beschleunigung seines e-Golf gewöhnt ist, würde er nie mehr auf einen herkömmlichen Motor umsteigen, erzählt Thomas. „Autofahren ist eine meiner Leidenschaften. Manche Leute klagen über die unwegsamen Straßen in Norwegen. Ich finde sie fantastisch.“ Ähnlich wie sein Landsmann Jan Inge versteht er die Übervorsicht nicht, mit der sich viele Europäer bisher dem Plug-in-Fahrzeug nähern. „Solange es im Land Strom gibt, ist Elektromobilität völlig unkompliziert.“

Thomas will seinen Kindern die Liebe zur Natur vermitteln. Er empfindet Elektromobilität als wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

Ein Elektrofahrzeug zu fahren, war keine große Umstellung.“

Nach dem Schneejoggen freut sich Lena über das Innenwärme-Management ihres e-Golf: Eine effiziente Wärmepumpe nutzt die Abwärme, die beim Fahren entsteht.

Für Lena zählt der Komfort.

Die 45-jährige Lena hat zwei Kinder im Teenageralter. Da ist größte Flexibilität gefragt, und pro Woche kommen einige Kilometer zusammen. „Das Herz meiner Tochter schlägt fürs Tanzen, und inzwischen ist sie wirklich sehr gut. Das bedeutet: Fast jeden Tag fahre ich sie zum Training oder zu Turnieren in der Umgebung. Während wir im Auto sitzen, erzählt sie mir, was in ihrem Leben so passiert.“ Die langen Strecken, die Lena aus diesem Grund zurücklegt, stören sie nicht – im Gegenteil: Inzwischen spürt sie gerade dann, wie absolut komfortabel Elektromobilität sein kann, wenn die Infrastruktur stimmt. „Ich habe das Glück, mein Auto sowohl bei der Arbeit als auch zu Hause aufladen zu können“, berichtet sie uns. Der Ladevorgang füge sich also dezent in ihren Alltag ein und das Auto sei jederzeit bereit für eine ausgedehnte Spritztour. Doch war das Handling ihres e-Golf nicht trotzdem anfangs ungewohnt? Lenas Erfahrung: „Als ich auf ein Elektrofahrzeug umgestiegen bin, war das keine große Umstellung. Du kommst sehr schnell in deinen eigenen Rhythmus und hast dann alles unter Kontrolle.“

Starten Sie Ihr ganz persönliches Elektromobilitätserlebnis und konfigurieren Sie Ihren e-Golf gleich hier.

Veröffentlicht: Dezember 2018

 

Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG in der jeweils gegenwärtig geltenden Fassung: Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Helmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern, oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

 

e-Golf Stromverbrauch in kWh/100 km: 14,1 – 13,2 (kombiniert); CO₂-Emissionen in g/km: 0 (kombiniert); Effizienzklasse: A+