2.11.78.1, 2018-11-28 22:27:40

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Der Polo – kompakt und cool durch die Trendstadt der Stunde.

Text Nadine Kaminski         Fotos Elissavet Patrikiou

Thessaloniki gilt als coole kleine Schwester von Athen – und könnte bald in einer Liga mit San Francisco, Berlin und Barcelona spielen. Wir waren mit dem neuen Polo auf City-Tour in der aufstrebenden Boomtown und trafen dabei junge Kreative aus allen Winkeln der Stadt.

„Mich inspiriert hier fast alles“, erzählt die in Thessaloniki aufgewachsene Designerin Calliope, mit der wir frühmorgens an der Hafenmole  verabredet sind. „Schon allein die Kombination aus heißem Rot und kühlem Graublau.“ Damit meint sie die historischen ziegelroten Speichergebäude im Kontrast zum dunstverhangenen Meer. Das Treffen mit Calliope ist unsere erste Station auf einem von Insider-Tipps geleiteten Roadtrip durch die Stadt. Calliope steigt zu uns in den knallroten Polo. Los geht’s!

Kreativität und Individualisierung werden auch beim Polo großgeschrieben. Das Design lässt sich aus mehreren Paketen wählen und es kann ein ganz eigener Look konfiguriert werden – auch im Innenraum.

Neue Kreativ-Keimzellen.  

Die alten Speicher, berichtet Calliope im Vorbeifahren, werden gerade nach und nach zur Heimat für Museen, Kinos, Restaurants und Clubs – hier entsteht ein Kreativquartier für das sich neu  erfindende Thessaloniki. Seit 2011 wächst in der Stadt eine beachtenswerte Start-up-Szene heran: Bereits über 300 kleine und mittlere Internet-Unternehmen gestalten aktiv die Entwicklung ihrer Heimat mit. Allerdings ist hier die Innovation nicht auf den ersten Blick zu erkennen: Glas und Stahl sucht man vergeblich; Coworking-Spaces, Designbüros und Galerien agieren hinter in die Jahre gekommenen Fassaden und über alteingesessenen Lokalen. Doch der entspannte Schein trügt – in der 325.000-Einwohner-Stadt brodeln die Ideen. Trotz oder gerade wegen bescheidener monetärer Mittel. Ein Enthusiasmus, wie ihn vielleicht nur ein krisengeschütteltes Land freisetzen kann.

 

Wir steuern unseren nächsten Point of Interest an. Währenddessen füllen sich bereits die unzähligen Straßencafés, die hier Kafenia heißen. Obwohl Parkplätze auch im Zentrum von Thessaloniki Mangelware sind, behalten wir die allgegenwärtige griechische Coolness. Mit dem Polo findet sich dank unseres optionalen Parklenkassistenten „Park Assist“¹ immer und überall eine Lücke, das System lenkt das Fahrzeug dann nahezu automatisch ein. Wir müssen nur noch Kupplung, Gas und Bremse bedienen. Wir steigen aus und mischen uns unter die Menschen in der Gemeinschaftswerkstatt „MAKE Creative Spaces“. Hier stehen hochwertige Utensilien wie Laser-Cutter und 3D-Drucker zur freien Verfügung, auch die unterschiedlichsten Informationsveranstaltungen zu Themen wie Design, Start-up oder Social Media werden regelmäßig angeboten. Erst vor Kurzem habe das in Thessaloniki ansässige Nachwuchs-Label Cutcuutur einen Modedesign-Workshop zum Thema Lasercutting gegeben, erzählt uns ein Besucher. „Die Leute brachten ihre eigene Kleidung mit und verliehen ihr unter Anleitung der Profis einen neuen Look.“ Do-it-Yourself und ein nachhaltiger Umgang mit Materialien liegen im Trend, auch bei Designerin Calliope. Auf ihrem Blog wakeupcut.com und dem dazugehörigen Youtube-Kanal präsentiert sie Mode und Interieur aus recycelten Stoffen, gibt Anleitungen, wie man zu Hause kreativ werden kann. „Wir wollen selbst etwas erschaffen“ – dieses Credo scheint die Stadt förmlich zu atmen. Viele junge Architekten und Studenten aus dem Bauwesen kommen ins MAKE, um Prototypen oder Modelle anzufertigen. Wird Thessaloniki ihnen irgendwann eine neue Skyline verdanken?  

Das „MAKE – Creative Spaces“ ist ein Begegnungsort für Kreativschaffende aller Art. Besucher sind willkommen, zu bestaunen gibt es viel. Foto: MAKE Creative Spaces.

Kaffeepause à la Thessaloniki. 

Trotz des immer dichter werdenden Verkehrs am Nachmittag schaffen wir es dank unseres idealen Stadtfahrzeugs auch, den nächsten Termin einzuhalten – eine landestypische Erfrischung mit dem preisgekrönten Videokünstler Yorgos Papafigos steht an. Auch er zeigt uns seinen persönlichen Hotspot: In einem an die Boutique „Toms Flagship Store“ angeschlossenen Café samt begrüntem Hinterhof wird nachhaltig produzierter Kaffee verkauft, ein Teil des Erlöses geht an internationale Hilfsprogramme.

 

Das Interieur aus Holz und mattem Metall wäre auch in nordeuropäischen Großstädten gut aufgehoben, nur sind die Formen und Farben hier etwas weicher als in Kopenhagen und Co. Bunt bemalte Wände, fein gewebte Kissen, Teppiche in leuchtenden Gewürznuancen – zum Glück gewinnt in Thessaloniki moderne Nüchternheit nie ganz die Oberhand über die einzigartige Kultur der Stadt mit byzantinisch-osmanischer Geschichte. Bei einem Frappé (mit eiskaltem Wasser und Zucker aufgeschlagener Kaffee), das übrigens in Thessaloniki erfunden wurde, raten uns Calliope und Yorgos, das auf einer Anhöhe gelegene Viertel Kastra zu besichtigen. Zum Durchatmen, wie sie es formulieren. Aber auch, um den Polo etwas dynamischer fahren und dabei seine Stärken noch besser kennenlernen zu können.

Toms Café überrascht mit viel Platz, Ruhe und einem Freiluft-Bereich, obwohl es genau in der wuseligen Haupteinkaufsstraße Tsimiski liegt. Besonders samstags kann man hier gut verschnaufen, wenn sich auf der ufernahen Tsimiski die halbe Stadt zum Shopping trifft. Die Menschen in Thessaloniki lieben drei Dinge besonders: gutes Essen, guten Kaffee und trendbetonte Mode. Foto links: Julia Christin Holtz.

Plötzlich diese Übersicht.

Über abenteuerliche Steigungen und durch scharfe Kurven erreichen wir den höchsten Punkt der Stadt. Während der Auffahrt bewährt sich der Polo ganz besonders, da er schon aufgrund seiner Maße als idealer Partner für die verwinkelte Altstadt gelten darf. Das Wissen um seine hochentwickelten Assistenzsysteme sorgt selbst in den engen Gassen von Kastra für ein rundum komfortables Fahrgefühl. Als wir die alte Festung Heptapyrgion erreichen, zeigt Thessaloniki sich von seiner pittoresken Seite. Unter uns liegt ein Flickenteppich in Pastell, eingerahmt von Bergen, der byzantinischen Stadtmauer – und dem verlockend blauen Meer. Allerdings muss der Strandausflug warten. Wir haben ja erst einen Bruchteil dessen gesehen, was Thessaloniki so aufregend macht.

In den engen Gassen Thessalonikis tauchen Mopeds, Fußgänger oder andere Fahrzeuge aus Auffahrten, Einmündungen, vor allem aber aus heiterem Himmel auf. Dank aufmerksamer Fahrweise  kein Problem. Doch für den Fall der Fälle war es beruhigend, den „Front Assist“² mit City-Notbremsfunktion an Bord zu haben, der – wenn nötig – die maximale Bremskraft nutzt, um eine Kollision mit einem auftauchenden Hindernis möglichst zu vermeiden.

Die neue griechische Küche. 

Zur nächsten Station lotst uns Fotografin Elissavet Patrikiou. Die eigentlich in Hamburg lebende Griechin freut sich riesig darüber, wie sehr das Interesse an ihrem Heimatland gerade zunimmt – endlich auch wieder jenseits der griechischen Wirtschaftskrise und unter ganz neuen Aspekten wie Lifestyle, Architektur und Kunst. Für Magazine, eigene Fotobände und kulinarische Trend-guides findet sie immer wieder ganz besondere Orte – uns zeigt sie heute das farbenfrohe Lokal Ouzeri Tsinari. Bei gegrilltem Oktopus erfahren wir Wissenswertes über die hiesige Restaurant- und Kunstszene.

Thessaloniki gilt von jeher als wahres Food-Mekka, erhält aber auch in dieser Hinsicht gerade eine Frischzellenkur. Die altbewährten Adressen bleiben zwar beliebt, auch bei jungen Leuten. Aber viele Gastronomen wittern jetzt ihre Chance, die kreative Aufbruchsstimmung für mutige Projekte jenseits der Tavernentradition zu nutzen. Die Fusion aus Altem und Neuem ist nicht nur in Thessalonikis Straßen, sondern auch auf seinen Tellern en vogue.

Unser Roadtrip durch Thessaloniki.

1. Hafenmole und Kreativquartier, Pier A, Thessaloniki 546 25

2. Coworking-Werkstatt „MAKE Creative Spaces“, Mitropoleos 110, Thessaloniki 546 21

3. Toms Café, Tsimiski 22, Thessaloniki 546 24,

4. Festung Heptapyrgion, Dim. Tzachila 7, Thessaloniki 546 34

5. Lokal „Ouzeri Tsinari“, Alexandras Papadopoulou 74, Thessaloniki 546 33

6. Nitra Gallery, Filippou 51, Thessaloniki 546 31

7. Hotel „The Met“, 26is Oktovriou

Thessalonikis Hotspots für Feinschmecker.

 

Traditionell:

Ouzeri Tsinari, Alexandras Papadopoulou 74, Thessaloniki 546 33. Traditionelles Restaurant auf halber Höhe in Ano Poli. Seit fast 140 Jahren werden dort Spezialitäten der mediterranen Küche serviert. Die gegrillten Sardellen und blanchierten Wildkräuter (Chorta) sind ein wahrer Gaumenschmaus.

 

Entspannt:

Rediviva Cucina Povera, Alexandras Papadopoulou 70, Thessaloniki 546 33: lässig, herzlich, lecker. Charmante Details (manche Zutaten, zum Beispiel Pilze und Kräuter, stammen aus dem hauseigenen Garten) unterstreichen den Eindruck, bei Freunden geladen zu sein.

 

Extravagant:

Radikal, Polydorou Stergiou 61, Thessaloniki 546 34: elegante und dabei ultramoderne Location nach dem White-Cube-Prinzip. In dem fast komplett in gedecktem Weiß gehaltenen, puristischen Restaurant toben sich die virtuosen Köche mit Begeisterung an mediterranen Fusion-Gerichten aus, teilweise mit asiatischem Einfluss.

Kunst erobert alle Räume.

Nach dem Essen widmen wir uns der Kunst, die man in Thessaloniki nicht lange suchen muss: In Form knall-bunter Street-Art ist sie in verschiedensten Arealen der Stadt zu entdecken und verpasst den teils beschaulichen Straßen der kleinen Großstadt ein urbanes Update, ähnlich wie in San Francisco oder Tel Aviv. Ein Blick aus dem Autofenster genügt. Aber auch die Galerienlandschaft wird immer aufregender – zur momentan angesagtesten Location sind es nur fünf Minuten Fahrt.

 

Die Nitra Gallery ist 2013 aus einer schon 1994 gegründeten Galerie hervorgegangen und aktuell eine absolute Pflichtadresse für Fans zeitgenössischer Kunst. 2017 expandierte Nitra nach Athen – selbst die Hauptstadt orientiert sich am kreativen Beat des griechischen Nordens.

 

So rau und unprätentiös Thessaloniki auf den ersten Blick auch wirken mag: Portionsweise wartet die Stadt – wie alle Kunst- und Techmetropolen, die etwas auf sich halten – mit unkonventionellem Luxus auf. „The Met“ ist so ein Ort (den wir nach einhelliger Meinung unserer Guides unbedingt gesehen haben müssen). Wir finden eine Mischung aus Design-Hotel und Galerie vor. Auf dem Dach selbst-verständlich ein Pool mit „Sky Bar“, in den Fluren werden Bilder von bekannten Fotografen vor tiefschwarzen Wänden in Szene gesetzt. Beim Sundowner mit Blick auf die Hafenkräne prosten wir noch einmal der ganzen Stadt zu. Auf bald, Thessaloniki! Und dann garantiert wieder mit dem Polo.

Vom coolen, klaren Design bis hin zu seinen smarten Assistenzsystemen: Alle Infos zum Polo finden Sie hier. Und natürlich unseren Online-Konfigurator.

Am Ende fiel der Abschied schwer. Von unseren griechischen Begleitern und Ratgebern – aber auch von unserem Polo, der seinen Teil zu einer entspannten City-Tour beitrug, bei der wir nie ins Schwitzen kamen. Zu verdanken ist das sicher auch der exzellenten Klimaanlage „Climatronic“. Sie bietet eine 2-Zonen-Temperaturregelung, die auf Fahrer- und Beifahrerseite getrennt einstellbar ist – ein absolutes Novum im Kleinwagen-Segment.

Vom coolen, klaren Design bis hin zu seinen smarten Assistenzsystemen: Alle Infos zum Polo finden Sie hier. Und natürlich unseren Online-Konfigurator.

¹ Der „Park Assist“ übernimmt im Rahmen der Systemgrenzen das automatische Lenken in die Parklücke.

² Der „Front Assist“ kann bei einem drohenden Auffahrunfall innerhalb der Systemgrenzen helfen, die Unfallschwere zu mindern oder im Idealfall den Unfall zu vermeiden.

 

Veröffentlicht: November, 2018