2.11.78.3, 2018-12-12 17:00:41

Sie lesen: Willkommen im Morgen.

Willkommen im Morgen.

Text Jan Strahl          Fotos Andreas Greiner-Napp für Volkswagen Aktiengesellschaft

In die Zukunft zu blicken, ist eine faszinierende Vorstellung. Die von Volkswagen geförderte Ausstellung „The Future Starts Here“ faszinierte die Besucher des Londoner Victoria and Albert Museums über mehrere Monate mit spannenden Ideen, die bereits das Jetzt prägen und das Morgen gestalten könnten.

Die Ausstellung „The Future Starts Here“ fand im Londoner Victoria and Albert Museum statt.

Aus Überzeugung fördert Volkswagen Innovationen und visionäre Ideen. Dabei müssen die Vordenker und Pioniere aber nicht zwingend Techniker oder Ingenieure sein. Oft stammen bahnbrechende Impulse auch aus Kunst und Kultur. Deshalb engagiert sich Volkswagen auch in diesem Bereich, macht aktuelle kulturelle Ideen einem großen Publikum zugänglich und arbeitet mit internationalen Institutionen und Visionären zusammen. Neben der Unterstützung des Londoner Victoria and Albert Museum (V&A) ist Volkswagen auch langjähriger Partner der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin. Der amerikanische Arm des Konzerns unterhält eine mehrjährige Partnerschaft mit dem Museum of Modern Art (MoMA) und dem MoMA PS1 in New York.

Mit der Unterstützung von Museen, ihren Ausstellungen und Projekten engagiert sich Volkswagen für eine zukunftsorientierte Gesellschaft. Gemeinsam mit diesen Kulturpartnern möchte das Unternehmen den Weg für richtungweisende Kunstinitiativen und kulturelle Bildungsprogramme ebnen und Plattformen unterstützen, die dazu beitragen, kreative Impulse zu setzen. Diese sind für Volkswagen entscheidend für das Wachstum sozialer Werte in einer Gesellschaft. Im Rahmen der Ausstellung „The Future Starts Here“ (Mai bis November 2018) arbeitete Volkswagen wieder mit dem V&A zusammen und deckte gleich zwei zentrale Interessensfelder des Unternehmens ab: Kunst und die Zukunft.

Kuratorin Mariana Pestana hat an jedem Ausstellungsdetail gefeilt. Dann verfolgte sie gespannt, wie die Besucher „die Zukunft verstehen“.

Rory Hyde sieht die Zukunft positiv, hält es aber für naiv zu glauben, dass technologischer Fortschritt „ohne Nebenwirkungen“ zu haben sei.

Kann die Faszination Zukunft süchtig machen? Mariana Pestana, Kuratorin der Ausstellung „The Future Starts Here“, hat es jedenfalls voll erwischt. „Nachdem ich mich fast drei Jahre lang mit den Innovationen, Projekten und Pionieren beschäftigt habe, die unsere Zukunft maßgeblich gestalten werden, kann ich nicht einfach wieder damit aufhören“, erklärt die in London lebende Portugiesin. „Ich muss diese Visionäre auch nach der Ausstellung weiterhin treffen.“ Die Designobjekte, digitalen Innovationen und Gesellschaftsprojekte dieser Vordenker stellt das Victoria and Albert Museum in London auf seiner diesjährigen Hauptausstellung vor. Für „The Future Starts Here“ haben Mariana Pestana und ihr Co-Kurator Rory Hyde fast drei Jahre lang über 100 Projekte und Objekte zusammengetragen, die heute schon existieren und von den beiden als zukunftsweisend bewertet wurden. Dazu gehört ein 3D-Drucker, der in der Schwerelosigkeit funktioniert und später einmal im Weltall riesige Bauteile für Raumschiffe oder -stationen herstellen könnte. Vorgestellt wurden auch die vom Stararchitekten Norman Foster konzipierte abfall- und emissionsfreie Stadt Masdar City in Abu Dhabi und das gesellschaftspolitische Projekt People’s Parliament of Rojava, in dem der Versuch einer modernen Demokratie ohne dazugehörigen Nationalstaat unternommen wird.

„Viele Zukunftsausstellungen machen sehr konkrete Vorhersagen, wie es morgen aussehen wird. Wir zeigen ganz viele Wege auf, die beschritten werden können, ohne uns aber auf ein Zukunftsbild festzulegen“, sagt Rory Hyde. „Das lässt unsere Ausstellung auch nach zehn Jahren noch visionär wirken.“

Besonders faszinierend war für das Publikum die Handvoll interaktiver Ausstellungsstücke, die der Besucher betreten, benutzen, erleben konnte. Dazu zählte auch das selbstfahrende Konzeptfahrzeug SEDRIC (SElf DRIving Car)¹ von Volkswagen. Erstmals wurde es mit einer simulierten Mensch-Maschine-Interaktion einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Besucher konnten darin Platz nehmen, in die Rolle eines Passagiers schlüpfen und eine virtuelle Fahrt durch London erleben. Dabei ließen sie sich von einer künstlichen Intelligenz chauffieren, die mit den Passagieren der Szenarios fröhlich über Tagesabläufe oder Fahrziele plauderte. „Wir sind froh darüber, den SEDRIC¹ in der Ausstellung zu haben, denn gerade diese interaktiven Ausstellungsstücke geben den Besuchern die Möglichkeit, sich ein Bild von der Zukunft zu machen“, meint Rory Hyde, und Mariana Pestana ergänzt: „Viele haben schon von Technologien wie selbstfahrenden Autos gehört, aber werden überrascht sein, wie es sich anfühlt, von einem Computer chauffiert zu werden. Es ist ein großer Unterschied, ob man nur davorsteht und etwas ansieht oder die Erfahrung selbst macht.“ Der SEDRIC¹ im Ausstellungsraum bewegte sich zwar nicht real durch die Londoner City, doch nur sehr wenige Menschen sind einer pilotierten Fahrt bisher näher gekommen als die Ausstellungsbesucher von „The Future Starts Here“.

Einige der gezeigten Objekte und Projekte könnten die Welt und die Art, wie wir Menschen in ihr leben, nachhaltig verändern, andere immerhin den Alltag erleichtern. Mariana Pestana bewegen dabei vor allem auch die sozialpolitischen Projekte. „Wir sprechen über die Zukunft der Menschheit und die besteht nicht nur aus Technologie. Wir zeigen auch interessante Fallstudien zu Themen wie Flüchtlinge oder Demokratie.“ Insgesamt ergibt sich für Rory Hyde deshalb eine Lehre aus der Ausstellung: „Die Zukunft passiert uns nicht einfach, wir können bestimmen wo es langgeht. The future is up to you.“

Bei allen großen Visionen behält Kurator Hyde aber auch den Blick für die kleinen praktischen Helferlein und gibt zu, dass ihn ein Ausstellungsobjekt besonders beeindruckt hat: „Ich wünschte, es hätte dieses Roboter-Gitterbett schon vor einigen Jahren gegeben, als meine Frau und ich Nachwuchs bekommen haben. Es wiegt das Kind mit speziellen Bewegungen in den Schlaf, erkennt, wenn es aufwacht oder weint, und lässt es dann wieder einschlummern. Das wirkt vielleicht trivial, aber für Mütter und Väter, die auf dem Zahnfleisch gehen, wird das eine Riesenhilfe sein. Für künftige Eltern sieht die Zukunft definitiv rosig aus.“

Zukunftstechnologien
by Volkswagen

Konzeptfahrzeug SEDRIC¹ 
Volkswagen gibt der Vision vom autonom fahrenden Automobil mit SEDRIC (SElf DRIving Car)¹  Gestalt. Das Konzeptfahrzeug erledigt sämtliche Fahrfunktionen selbstständig und lässt sich kinderleicht bedienen. Lenkrad, Pedale und Cockpit braucht SEDRIC¹  nicht mehr.

Zukunftstechnologien
by Volkswagen.

Konzeptfahrzeug SEDRIC¹ 
Volkswagen gibt der Vision vom autonom fahrenden Automobil mit SEDRIC (SElf DRIving Car)¹  Gestalt. Das Konzeptfahrzeug erledigt sämtliche Fahrfunktionen selbstständig und lässt sich kinderleicht bedienen. Lenkrad, Pedale und Cockpit braucht SEDRIC¹  nicht mehr.

Zukunftstechnologien
by Volkswagen

Konzeptfahrzeug SEDRIC¹
Volkswagen gibt der Vision vom autonom fahrenden Automobil mit SEDRIC (SElf DRIving Car)¹ Gestalt. Das Konzeptfahrzeug erledigt sämtliche Fahrfunktionen selbstständig und lässt sich kinderleicht bedienen. Lenkrad, Pedale und Cockpit braucht SEDRIC¹ nicht mehr.

Nicht schwarz oder weiß präsentierte sich die Zukunft im Victoria and  Albert Museum und das Ausstellungsdesign vermied insgesamt alle futuristischen Klischees. Das Madrider Architektenteam Office for Political Innovation und Andrés Jaque haben ein farbenfrohes Bild von der Zukunft kreiert.

Veröffentlicht: November 2018

 

¹ Studie/Concept Car